INTERNET & TAGESZEITUNG:  WAZ / NRZ - Moers, Dienstag, 28. September 2004

Dixieland mit Erdnüsschen und Schmalzstulle

 

Wollen eine alte Tradition wieder aufleben lassen: Jazzer Erhard Miggo und Wirt Christian Hirschmann setzen auf Dixieland und New Orleans. (Foto: Peter Oelker)

GASTRONOMIE / Zwei Moerser gründeten eine Arbeitsgemeinschaft, die gute alte Traditionen in der Grafenstadt wieder aufleben lassen will.

MOERS. Wo ist der "gute, alte Jazz" geblieben? Nicht jene Ethno-Welt-Musik, die alljährlich zu Pfingsten im Freizeitpark ertönt, sondern jene handgemachten, fröhlichen Klänge, die unweigerlich bewirken, dass die Füße aller Zuhörer rhythmisch wippen, dass Menschen neben dem Zuhören bestenfalls fertigbringen, mit den Fingern zu schnippen oder Erdnüsschen zu essen: Dixieland, New Orleans, Chicago Blues und wie die Richtungen dieser mittlerweile 70 bis 90 Jahre alten Musik alle heißen.

Künftig soll der Jazz in Moers wieder eine feste Heimstatt haben. Das haben sich der Wirt des "Cafe Jedermann", Christian Hirschmann, und Erhard Miggo, Banjomann und Bandleader der bekannten "Grafschafter Dixie Gang", fest vorgenommen. Und dazu eine "Arbeitsgemeinschaft Jazz-Kultur Moers" gegründet.

Hirschmann: "Zunächst wird mit einem Jazz-Konzept eine Veranstaltungsreihe in Moers fortgeführt, die vor Jahrzehnten im "Pferdestall an der Uerdinger Straße begann und später im "Le Cheval" an der Geldernschen weiter lief. Zwischenzeitlich gab es nur sporadisch Live-Auftritte."

Natürlich dürfen auch heute die traditionellen Erdnüsschen oder Schmalzstullen nicht fehlen, wenn Bands wie "Jazz-Bouillon" (14. Oktober), die "Grafschafter Dixie Gang" (11. November und 10. März 2005), die "Funky Butt Jazzband" (9. Dezember), die "Cologne Jass Society" (13. Januar) oder "Lutzemann´s Jatzkapelle" (10. Februar), jeweils ab 20.30 Uhr, auftreten (Eintritt fünf Euro). Vielleicht, so Erhard Miggo, wird das Angebot zeitlich verdichtet, vielleicht kommt es gar zu einem Oldtime-Jazz-Festival. Nebenher wird auch bildenden Künstlern eine Plattform geboten, ihre Werke zu präsentieren. (da)

28.09.2004